“Powerbanks” – Unser Möbel wird zum besten Stück bei Künstlerin Britta Thie

In der Mall zu sein, heißt in der Welt zu sein. Die international renommierte Künstlerin Britta Thie, Professorin, Schauspielerin und Model, wurde für ihr neuestes Werk, das nun in einer Ausstellung im Abteiberg Museum in Mönchengladbach präsentiert wird, von Jugendlichen im Minto inspiriert, die ihre Freizeit Selfies produzierend auf Mall-Sitzmöbeln verbringen, dort ihre Handys und Powerbanks aufladen können – “und irgendwie auch sich selbst”.

Die von kplus konzept gestalteten Lounge-Möbel sind Protagonist im Setting von Britta Thies Shopping-Mall-Soap-Opera “Powerbanks” wie auch des Ausstellungsraums im Museum, wo das Original-Muster des Möbels steht. Die Soap wird dort auf auf eleganten Screens gestreamt sowie zu bestimmten Zeiten zurück in die Mall gebracht, auf die Geräte der Saturn-TV-Abteilung. Die Zuschauer sitzen dabei im Museum auf dem Mall-Muster, das kplus konzept im Rahmen der Gestaltung des Interior Designs dieser zukunftsweisenden – und derweil mehrfach prämierten – Mall für alle Sinne entworfen hat. Die Mall als “Third Place” gestaltet, das Leitmotif für unsere Gestaltung des Minto, spiegelt sich in Britta Thies künstlerischer Umsetzung perfekt wider. Das Minto – umgangsprachlich für “meins”, das Wohnzimmer der Mönchengladbacher, wird auch bei Thie zum erweiterten Wohnzimmer ihrer Protagonisten.

Unsere “Powerbank” hat den Weg ins Museum und in eine Soap Opera – gefunden – gibt es eine schöneren Beleg für die Zukunftsfähigkeit von gelungenem Design?

Worum geht es genau bei dem Projekt?
Das Projekt Powerbanks ist ein Film, eine Museumsausstellung und eine Ausstellung in einem Elektromarkt. Fragen von Selbstinszenierung, -medialisierung und -fiktionalisierung sind Gegenstand einer filmischen Neuproduktion, deren Plot sich um Jugendliche in Mönchengladbach entspinnt, die ihre Freizeit in der nahe am Museum Abteiberg gelegenen Shopping Mall Minto  verbringen. Das Museum und die Mall werden sprichwörtlich zum Schauplatz, als Drehort und als Ausstrahlungsort.  Britta Thies Film wird parallel im Museum und auf den Screens im Saturn Markt gezeigt. Powerbanks ist ein Pilot, der Beginn für weitere Folgen einer möglichen Serie.

Das Setting der Mall als sozialer Ort der Jugendlichen – mit Sitzinseln, Free Wifi und Steckdosen – wird während der Zeit von Powerbanks in das Foyer und den Wechselausstellungsraum des Museums Abteiberg überführt. Indem die Ausstellungsarchitektur die räumliche Struktur des Drehorts aufnimmt, erzeugt sie eine Umgebung im Museum, in der dessen Inhalt und Stimmung materiell und digital widerhallen. Die Mall ist für Thie ein mehrschichtiger Produktions- und Ausstellungsort. Sie stellt ein komplexes soziales Gefüge der städtischen Gemeinschaft, speziell ihrer Jugendlichen, dar.

In Zeiten, in denen der öffentliche Raum zur Debatte steht, ist die Mall ein semi-öffentlicher Raum geworden, “corporate” gesteuert und kommerziell definiert, dabei Ziel und Zufluchtsort, der ein Potential für Fiktion eröffnet. Der Ort der Mall – als Raum und Bild – wird durch Umwidmung, Veränderung und Appropriation der Jugendlichen geprägt, die hier ihre Zeit verbringen und zu Hauptdarstellern ihrer eigenen Stories zwischen Frozen Joghurt Stand, Forever 21 und großformatigen High-Res Screens werden.

Hier  ist alles über das Gestaltungskonzept im Minto, das in enger Zusammenarbeit mit der Interior Design Abteilung von Unibail Rodamco Germany entstand, zu erfahren.

Wir sagen: Auf nach Mönchengladbach und das Projekt persönlich erleben!